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SCHMALSPURBAHN
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Ein Ausflug mit dem Lößnitzdackel


Der „Lößnitzdackel", wie die Schmalspurbahn von Radebeul-Ost nach Radeburg von den Einheimischen liebevoll genannt wird, ist eine der ältesten Schmalspurstrecken Deutschlands. Täglich fahren bis zu 14 Züge, jeweils sieben in beide Richtungen, komplett unter Dampf. 1884 ging die 16,55 km lange Strecke als vierte sächsische Schmalspurbahn in Betrieb.

Bild: Kuppel der Frauenkirche Dresden bei nacht Bild: Spitze der Frauenkirche Dresden in nachbarschaft zur Kunsthochschule Bild: Kuppel der Frauenkirche Dresden im Abendlicht


Anreise:
Erreichbar ist die Schmalspurbahn per PKW von den Autobahnen A4, A13 und A14, Abfahrt Radebeul. Aus Dresden kommend führt die Leipziger Straße Richtung Coswig / Meißen, rechtselbig nach Radebeul, dort heißt die Straße dann Meißner Straße, alle Sehenswürdigkeiten sind hervorragend ausgeschildert. Mit der S-Bahn-Linie S1 Schöna - Dresden - Meißen kann man direkt zum Bahnhof Radebeul-Ost fahren und mit der Straßenbahn Linie 4 (Richtung Radebeul-West / Weinböhla). [Übersicht ...]

Start im Bahnhof Radebeul-Ost:
Im Bahnhof Radebeul-Ost beginnt die Lößnitzgrundbahn. Hier befinden sich die Lokbehandlungsanlagen und auch umfangreiche Abstellgleise mit Fahrzeugen des Traditionsbahn Radebeul e. V.
Nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof führt das Gleis noch rund 300 Meter neben der Normalspurstrecke entlang und verlässt diese dann in einer Rechtskurve. Hier treffen schon mal ein ICE und ein Dampfzug im Regelbetrieb zusammen. Danach fährt er entlang der Pestalozzistraße durch Stadtgebiet und kreuzt auf der Meißner Straße die 1450-mm-spurigen Gleise der Dresdner Straßenbahn.

Erster Haltepunkt:
„Weißes Roß" ist der erste Haltepunkt in der Stadtmitte von Radebeul, unmittelbar nach der Kreuzung mit der Straßenbahn. Der Name entspringt einem alten Fuhrmannsgasthof (1789) in unmittelbarer Nachbarschaft, entlang der alten Landstraße Dresden - Meißen - Leipzig.
Noch heute besteht hier eine gute Umsteigemöglichkeit zur Dresdner Straßenbahn. Der Haltepunkt mit seiner typisch sächsischen Einheits-Wartehalle in Fachwerkbauweise und Holzverkleidung steht unter Denkmalschutz.
Hier sind bereits die Hänge der Weinberge der Lößnitz in Sicht. Die Strecke führt in einen Taleinschnitt der Lößnitzberge, in den Lößnitzgrund. Der Zug schlängelt sich in vielen Windungen, über Brücken und auf Dämmen, entlag dem Lößnitzbach durch den engen Lößnitzgrund, der der Bahn die Namen „Grundwurm" oder „Lößnitzdackel" gab, vorbei an Felsen, einem Steinbruch, der Grundmühle und einem ehemaligen Elektrizitätswerk. Bis 1962 wurde dort Strom erzeugt. Auf einem extra Anschlußgleis, das am Kilometer 2,84 abzweigte wurden täglich bis zu 5 Güterzüge mit Kohle herangeführt.

Haltepunkt Lößnitzgrund:
Die Wartehalle ist ähnlich dem „Weißen Roß" ein schlichter Fachwerkbau mit Holzverkleidung und steht unter Denkmalschutz. Hier kreuzen sich viele Wanderwege durch den Grund und in die Höhenzüge. Straßen führen nach Friedewald (Gemeinde Moritzburg) und in die Radebeuler Stadtteile Lindenau und Wahnsdorf. In wenigen Minuten erreicht man zu Fuß das berühmte „Bilz-Bad", was bereits 1911 erbaut wurde. Besonders bekannt wurde es durch seine inzwischen historische Undosa-Wellenanlage, die noch heute in Betrieb ist..
Die Fahrt des Dampfzuges führt weiter durch den Grund, vorbei an der Scheffler- und der Kaisermühle. Sieben Mühlen wurden einstmals am Lößnitzbach betrieben. In die jährlich statt findenden Karl-May-Festtage werden der Lößnitzgrund sowie die Dampfeisenbahn mit einbezogen.

Der Haltepunkt Friedewald ...
liegt am Ende des Lößnitzgrundes, aber noch im kühlen, schattigen Tal. Die Trassenführung durch den engen, wildromantischen Lößnitzgrund erinnert an die Erschließung der Erzgebirgstäler mit diesen Bahnen. Der Haltepunkt, früher Buchholz-Friedewald, wurde erst 1899 eingerichtet. Die Wartehalle ist wieder ein typisch sächsisches, einfaches Holzgebäude.
Der nächste Streckenabschnitt führt hinaus aus dem Lößnitzgrund und der Zug erklimmt in scharfen Kurven die Hochebene. Hier ist die Landschaft wie ausgewechselt. Sanft hügelich mit bewirtschafteten Wiesen, Feldern, landwirtschaftlichen Höfen und dörflicher Bebauung. Vor dem nächsten Halt überspannt eine 108 Meter lange Betonbrücke der Staatsstraße S 81 den Talaustritt in 9 Meter Höhe, die in einem weiten Bogen unterfahren wird.

Bahnhof Friedewald Bad
Hier befindet sich ein Überholgleis und Züge können rangiert werden. Beachtlich sind die Größe und Ausführung des dreigeschossigen Bahnhofsgebäudes in Klinkerbauweise. Das Erscheinungsbild ist eher typisch für preußische Bahnbauten.
An der Bahnhofsausfahrt wird die ehemalige Landstraße von Dresden nach Großenhain überquert, heute Verbindungsstraße der Ortsteile Friedewald und Reichenberg. Danach wird ein Felseinschnitt durchfahren, an dem die ersten Arbeiten zum Bahnbau 1884 begonnen haben. Wieder verändert sich das Landschaftsbild, auf einem 210 Meter langen Damm wird der Dippelsdorfer Teich überquert. Bemerkenswerterweise lieft hier, mit 184,60 Meter über NN der höchste Punkt der Strecke. Kurz vor dem Bahnhof Moritzburg werden die ehemalige Windmühle und dahinter die Moritzburger Kirche sichtbar. Nachdem die Alleestraße Dresden - Moritzburg überquert wurde, ist bei Kilometer 8,5 der nächste Bahnhof erreicht.

Bahnhof Moritzburg
Der Bahnhof ist der größte Unterwegsbahnhof der Strecke, hier finden zahlreiche Zugkreuzungen statt. An den Fahrtagen der Traditionszüge können hier auch Überholungen und rege Rangierfahrten beobachtet werden. Heute enden hier die meisten Züge.
Das zweistöckige Bahnhofsgebäude von 1883, mit Wartehalle und seitlichen eingeschossigen Anbauten wurde 2004 restauriert und steht unter Denkmalschutz.

Moritzburg ist durch sein barokes Schloss von 1546, das sächsische Landesgestüt, die jährlich dort statt findende Hengstparade, ein Wildgehege und zahlreiche Kleinode bekannt.

Kurz nach dem Verlassen des Bahnhofs Moritzburg durchfährt die Dampfbahn den ehemaligen königlichen Wildpark mit künstlichen Dardanellen - eine hügelige, malerische Landschaft mit Wiesen, Wäldern und vielen Wasserflächen.


Haltepunkt Cunnertswalde
Der Ortsteil der Gemeinde Radeburg an der Ostseite des Großteiches besteht aus drei Höfen und einer Jagdschule, vormals Wettinischer Reit-, Jagd und Falknerhof. Landschaftlich ist es der wohl reizvollste Abschnitt des sogenannten Kleinkuppengebiets. Für Besucher der Region ist der Haltepunkt ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen in die Umgebung.
Die Trasse der Schmalspurbahn führt in Nähe zum Großteich in den nächsten Ort.

Haltepunkt Bärnsdorf
Der Blick über den Großteich ruft Verwunderung hervor. Am Westufer steht der wohl einzige „Binnen-Leuchtturm" der Welt aus der Zeit des Königs von Polen und Sachsen, August dem Starken. Er wurde im 18. Jahrhundert auf einer Mole erbaut. Der Großteich diente damals als Areal für die Imitationen von „Seeschlachten". Die Mole und die o. g. künstlichen Dardanellen machten das „Schauspiel" perfekt.
Vorbei an den Becken der Karpfenzuchtanlage der Binnenfischerei führt die Fahrt

Haltepunkt Berbisdorf
Wanderer auf dem Nationalen Fernwanderweg Ostsee-Saaletalsperren kommen aus Richtung Moritzburg oder aus Richtung Radeburg durch Berbisdorf. Wer hier aussteigt wird mit einem Wasserschloß in der Ortsmitte überrascht. Durch Waldstücke, Wiesen und Felder nähert sich die Strecke langsam Ihrem Ende.

Haltepunkt Berbisdorf Anbau
Der Haltepunkt wurde erst 1962 eingerichtet, um den Bewohnern des Ortsteils Neuberbisdorf den Weg zur Bahn zu verkürzen. Der Haltepunkt hat eine kleine Wartehalle aus Beton. Die Fahrt zum Endpunkt Radeburg führt zunächst durch Gärten, im Promnitztal, hinein in den ehemaligen Industriekern der Kleinstadt. Kurz vor der Bahnhofseinfahrt befindet sich das Glaswerk, bis 1991 der wichtigste Güterkunde an der Strecke. Über ein zwei Kilometer langes Anschlussgleis waren auch die beiden Schamottewerke bei Radeburg bis 1991 an die Strecke angeschlossen.

Bahnhof Radeburg
Im Bahnhof Radeburg endet die Lößnitzgrundbahn. Bei der Umsetzung der Lok wird manchmal Wasser nachgefüllt und anschließend geht die Fahrt zurück nach Radebeul. Das zweistöckige Bahnhofsgebäude mit angebautem Güterschuppen wartet auf seine Restaurierung. Der Modellbahn-Zubehör-Hersteller Auhagen GmbH hat es als Miniatur in den Maßstäben 1:87 und 1:160 bereits realisiert. Der große Lokomotivschuppen dient heute der Unterstellung von Fahrzeugen des Traditionsbahn Radebeul e.V.
Der Ort Radeburg wurde 1289 erstmals erwähnt. Bekannt wurde die Stadt durch den späteren Berliner Maler und Zeichner Heinrich Zille, der hier 1854 geboren wurde.

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